Futterpyramide für Katzen

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Futterpyramide für Katzen
Hier finden Sie eine kleine Anleitung zum Einstieg in die artgerechte Ernährung von Katzen.
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 Die Katze!

 

 

Die Katze ist ein nahezu reiner Fleischfresser und verspeist oft nicht, wie der Hund, Magen und Gedärme des Beutetieres. Als Ballaststoff frisst die Katze das Fell der Maus mit, damit die Darmtätigkeit angeregt wird. Dies ersetzen wir mit z.B. Gemüse, Kokosflocken oder auch Dinkelflocken o.ä. (Katzen können keinen Zucker verdauen)

Des weiteren bieten Sie bitte Ihrer Katze auch mal Katzenminze oder Katzengras an. Petersilie mögen sie auch.

 

Weil die Katze vieles nicht verstoffwechseln kann, muss bei der Rohfütterung darauf geachtet werden, das sie alle Nährstoffe erhält. Des weiteren ist bei der Katze ganz wichtig, anders als beim Hund, das sie Aminosäuren wie Taurin, Methionin und Arginin über die Nahrung bekommt, denn sie kann diese nicht selber produzieren. Methionin und Arginin sind in Rindfleisch, Hühnchenfleisch, Lachs sowie in Eiern und Milch enthalten. Taurin, welches die Maus ganz viel enthält, bekommt die Katze auch über das Herz. Herz ist das nächste Fleisch, was viel Taurin enthält. Auch Blut liefert Taurin, sowie Gehirn und Muskelfleisch. Grünlippmuschelextrakt enthält auch viel Taurin.

 

Arginin:                                         Hühnerfleisch, Lammfleisch, Thunfisch, Garnelen

Taurin:                                           Herzen, alternativ: Grünlippmuschelpulver

Niacin:                                           Muskelfleisch, Innereien

Linolen-& Arachidonsäure:           Omega-3 und 6- Fettsäuren. Diese liegen in verfügbarer Form z.B. im                                                                               Nachtkerzenöl, Borretschöl vor. Lachsöl oder z.B. Hanföl liefert die Omega-                                                                   3-Fettsäuren.

Vitamin A:                                     1-3 Eier (je nach Größe der Katze) in der Woche

 

Damit die Katze alles enthält, was sie zum Leben benötigt, nimmt sie vor allem Fleisch, Innereien und Knochen zu sich. Einige wenige Ballaststoffe runden ihren Speiseplan ab.

 

Fleisch: Jede Art von Fleisch kann die Katze bekommen, wie z.B. Rind, Kaninchen, Wild, Schaf usw. Das Fett an dem Fleisch kann und sollte auch mit verfüttert werden. Innereien, wie Herz, Leber, Niere und Mägen( als Beispiel von Hühnern) dürfen auch in ihren Napf. Knochen fressen Katzen gern vom Geflügel (natürlich auch ausschließlich roh!)

 

Fisch: Ganz klar der Renner bei den Katzen! Lachs und andere Salzwasserfische besitzen einen hohen Anteil von Omega 3 und 6 Fettsäuren.

 

Getreide und Gemüse: Wie schon gesagt, benötigt die Katze nur absolut kleinste Mengen Kohlenhydrate und Ballaststoffe. Es eignen sich klitzekleine Mengen: Reisflocken, Haferkleie, die zuvor in Wasser aufgeweicht wurden. Wurzelgemüse püriert ist auch eine leckere Beimischung zum Fleisch.

 

Eier und Milchprodukte: 3 Eier in der Woche liefern der Katze den Bedarf an Vitamin A! Hüttenkäse, Kefir und Quark mag die Katze gerne mal lecken. Laktose reduzierte Milch darf die Katze auch, wenn sie es von klein auf gewöhnt ist.

 

Katzen brauchen Grasfasern für ihren Darm. Bieten Sie, wenn Ihre Katze eine reine Wohnungskatze ist, Katzengras und Katzenminze an. Wenn sie keine Knochen frisst, liefert Eierschalenmehl das benötigte Calzium und das notwendige Salz ( was in den Knochen steckt) ersetzen Sie mit einer kleinen Prise natürlichem Salz (kein Kochsalz).

 

 

Fütterungsempfehlung:   Alles zusammen pro Tag: 30-60g pro kg Körpergewicht. Aufgeteilt in 2 Portionen.

                                         Junge Kitten fressen unglaublich viel! Bieten Sie ihnen ruhig viel an und lassen Sie sie

                                         einfach fressen (bitte öfters als 2x am Tag füttern).

 

Das Mengenverhältnis der einzelnen Fleischsorten:

Muskelfleisch, Innereien und Knochen können Sie folgerndermaßen einteilen: ca. 50% Fleisch mit Fett, 20-25% Innereien, 20-25% Rohfleischknochen (als Stücke oder auch gewolft). Die ungefähre Einhaltung dieser Mengen verhindert eventuell entstehende Fütterungsfehler.

 

 

Die Umstellung:

Behalten Sie die Nerven!!! Es kann unglaublich schwierig sein eine Katze umzustellen, wenn sie von klein auf nur Fertigfutter bekommen hat. Sie können nämlich, noch viel schlechter als Hund, ihre natürliche Nahrung nicht mehr erkennen und ekeln sich teilweise sogar davor. Nun gibt es hierzu viele Tricks. Einer ist z.B. das man erst etwas das Fleisch andünstet und dann nach und nach ein bisschen rohes Fleisch mit untermogelt und somit ganz langsam das frische rohe Fleisch einschleichen lässt. Bitte geben Sie nicht auf, auch wenn es Ihre Katzen es Ihnen anfangs nicht zeigt, sie wird sich später darüber freuen und es Ihnen mit Gesundheit und Vitalität zurückgeben. Vielleicht auch mit einem netten Maunzer!!!